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Autorin von Science Fiction und Fantasy

Veröffentlicht am von Aileen O'Grian
Veröffentlicht in : #Interview, #Nadja Losbohm

Die Autorin Nadja Losbohm interviewt ab und zu Autorenkollegen. Ich hatte das Glück, ebenfalls von ihr befragt worden zu sein. Da sie das Interview nur auf Facebook veröffentlicht hat, habe ich es hier abgedruckt.

„Die Autorin mit den drei Namen“

Abwechslung tut gut. Ob beim Essen oder, wie im Falle unserer heutigen „22“, beim Schreiben. Denn gleich drei Genres nennt Annette Paul oder Eva Joachimsen oder Aileen O’Grian ihr Kreativ-Zuhause. Und eines Tages kommt vielleicht sogar noch ein viertes hinzu. Dafür drücke ich die Daumen, denn Fakt ist, Annette oder Eva oder Aileen oder Alter Ego Nr. 4 haben reichlich Fantasie und noch eine Menge zu erzählen. Zuerst kommt hier aber nun unser Interview. Viel Spaß beim Lesen.

Stöberlinks:
Annette Paul - http://probeschmoekern-annette-paul.blogspot.com/

Eva Joachimsen: https://evajoachimsen.wordpress.com/

Aileen O'Grian: http://aileenogrian.overblog.com/

1. Bitte stelle dich uns kurz in 3-5 Sätzen vor.

Ich bin Annette Paul und schreibe unter diesem Namen seit vielen Jahren Kurzgeschichten und Kinderbücher. Als Eva Joachimsen schreibe ich Liebesgeschichten und als Aileen O’Grian Fantasy und Science-Fiction. Lange Zeit habe ich hauptsächlich kurze Texte verfasst, die in Zeitungen und Zeitschriften erschienen.

2. Wie lautet der Titel deines aktuellen Buches? In welchem Genre spielt es und worum geht es in der Geschichte?

Bisher hat die neue Geschichte nur einen Arbeitstitel: „Rowan – Reise zum Sumpfland“. Es soll der vierte Band der Rowan Reihe werden, die ich unter dem Pseudonym Aileen O’Grian veröffentliche. Es ist eine Fantasygeschichte um den Magier Rowan. Rowan ist noch in der Ausbildung und soll im Sumpfland bei einem berühmten Magier lernen. Da seine Heimat von unheimlichen Feinden angegriffen wird, hat er Schwierigkeiten, überhaupt zu seinem neuen Meister zu gelangen.
Ich will das Manuskript in diesem Jahr überarbeiten und veröffentlichen. Leider bin ich ziemlich langsam, da ich nur nebenbei schreibe.

3. Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Ich habe schon als Kind gern Aufsätze geschrieben, da aber Schreiben eine brotlose Kunst ist, habe ich es nicht weiter verfolgt. Erst als ich mit meinen kleinen Kindern daheimsaß und mir die Decke auf den Kopf fiel, habe ich angefangen zu schreiben, zuerst Geschichten für die Kinder und Glossen über den Alltag. Die Glossen wurden in der Tageszeitung gedruckt. Später folgten längere Texte.

4. Was kann man deiner Meinung nach am Schreiben lernen und was kann man nicht lernen?

Ich kenne Menschen, die überhaupt keine Fantasie besitzen. Da stelle ich es mir schwer vor, sie zu entwickeln. Sicher können solche Menschen hervorragende Sach- oder Fachbücher schreiben. Alles andere kann man sich bestimmt mit Geduld aneignen.

5. Was ist deine Lieblingsaufgabe beim Schreibprozess und was magst du daran nicht (etwa Klappentext schreiben o.ä.) ?

Ich liebe den Schreibprozess. Einen Text zu schreiben ist mindestens genauso schön, wie ein gutes Buch zu lesen. Sobald man die ersten Sätze geschrieben hat, versinkt man im Flow und wird von der Geschichte getragen.
Überarbeiten fällt mir schwer und Klappentexte mag ich überhaupt nicht. Da bin ich dankbar, wenn meine Lektorin mich unterstützt.

6. Woran verzweifelst du manchmal als Autor?

An der Vermarktung. Sie kostet viel Zeit und ist häufig vergeblich. Außerdem fällt es mir schwer, meine Bücher anzupreisen. Aber selbst Verlagsautoren müssen es heute machen.

7. Wie kommst du auf die Ideen für deine Bücher?

Die Ideen liegen auf der Straße und ich brauche sie nur aufsammeln. Allerdings habe ich nicht genug Zeit, alle umzusetzen.

8. Welches deiner geschriebenen Bücher ist dein persönlicher Liebling?

Meine Lieblingsbücher sind bei den Kinderbüchern „Ratte Prinz im Weihnachtsbaum“ und bei den Fantasybüchern „Rowan – Verteidigung der Felsenburg“.

9. Wer liest deine Manuskripte zuerst?

Früher meine Schreibgruppe, heute meine Lektorin.

10. Wie lange überarbeitest du dein Manuskript, bis du sagst: „Jetzt kann ich es auch anderen vorlegen?“

Es kommt darauf an. Manche Geschichten brauche ich nicht lange überarbeiten, andere müssen zwischendurch immer mal wieder eine Weile liegen.

11. In welchem Genre würdest du gern mal schreiben, hast dich aber bisher nicht getraut? Und in welchem Genre würdest du niemals schreiben?

Krimis würde ich gern schreiben, weil ich sie selbst gern lese und sie sich gut verkaufen. Aber es fällt mir schwer, sie logisch aufzubauen. Horror und Erotik sind nichts für mich. Horror mag ich nicht. Ich wechsele sofort das Programm, wenn im Fernsehen ein Horrorfilm läuft. Und Erotik würde bei mir bestimmt zum Slapstick verkommen.

12. Gibt es AutorInnen, die du bewunderst, die ein Vorbild für dich sind?

Ich finde es toll, dass einige Autoren, die ich in den sozialen Medien kennengelernt habe, es zu Bestsellern geschafft haben. Es ist also doch möglich!
Ansonsten mag ich Bücher von den Kinderbuchautoren Astrid Lindgren, Erich Kästner, Paul Maar und Otfried Preußler, Liebesromane von Jane Austen und Georgette Heyer. Aber als Vorbilder empfinde ich sie nicht. Jeder hat seinen eigenen Stil und seine eigene Geschichte.

13. Was macht für dich Erfolg als Autor aus?

Wenn ich Leser finde, die meine Bücher mögen und kaufen.

14. Würdest du in Bezug auf deine Bücher alles noch einmal so machen?

Die Uhr kann man nicht zurückdrehen. Ich hätte viel eher mit Schreiben anfangen sollen. Früher wurden in Zeitungen und Zeitschriften noch viel mehr Kurzgeschichten veröffentlicht, die Chancen wären also größer gewesen. Außerdem hätte ich gleich nach dem Schreiben mit der Veröffentlichung der Rowan Reihe beginnen sollen, statt mich zu einem anderen Projekt überreden zu lassen.

15. Was sagst du zum Konkurrenzkampf unter den AutorInnen insbesondere dazu, dass manche AutorInnen anderen absichtlich schlechte Bewertungen geben, um ihnen eins auszuwischen? Hast du so etwas unter Umständen vielleicht selbst schon mal erlebt?

Wer weiß, wer hinter den Rezensionen steckt? Vielleicht sind es wirklich enttäuschte Leser. – Ansonsten verstehe ich nicht, warum sich Autoren nicht gegenseitig helfen. Selbst gemeinsame Projekte werden teilweise torpediert, statt Geduld zu haben, damit sich Erfolg einstellen kann.

Ich stelle seit vielen Jahren auf meinen Blogs Bücher von Kollegen vor. Das hat zu netten Freundschaften geführt. Leider gibt es viele Autoren, die nicht einmal die Tweets und Posts ihrer eigenen Bücher retweeten oder teilen. Auch andere Blogger klagen darüber und einige haben deshalb aufgehört. Dabei ist die Werbewirkung viel größer, wenn alle mitmachen und sich gegenseitig unterstützen. Ich hoffe immer noch, so viele Besucher zu bekommen, dass die Seiten in den Suchmaschinen ganz weit vorne sind.

16. Was war das Schlimmste, Ärgerlichste, Unschönste, was dir als AutorIn bisher passiert ist und was das Schönste?

Ein paar unschöne Absagen von Literaturzeitschriften. Eine der abgelehnten Geschichten hat später eine Illustrierte gekauft und gedruckt. Schön war es, als eine Redakteurin anrief und meine Geschichte veröffentlichen wollte. Es war die erste, für die es ein gutes Honorar gab.

17. Wie motivierst du dich, wenn die Dinge nicht so laufen, wie du es dir vorgestellt hast?

Mit neuen Projekten. Ich habe so viele Ideen, dass ich nicht lange darüber nachdenke, sondern gleich weitermache.

18. Woran liegt es deiner Meinung nach, dass manche Autoren es schaffen in der Bücherwelt und andere nicht und hast du Tipps?

Die Erfolgreichen sind wahrscheinlich zur rechten Zeit mit der passenden Geschichte am richtigen Ort. Literatur ist Moden unterworfen. Als vor Jahren das Superweib von Hera Lind erschien, zogen andere Verlage mit ähnlichen Titeln nach. Mit Harry Potter kam dann Fantasy und Magier in die Läden.
Tipps habe ich leider keine, sonst wäre ich längst Bestsellerautorin.

19. Viele AutorInnen sind eher zurückhaltend und schüchtern, besonders wenn es um Lesungen und Messeauftritte geht. Hast du einen Rat für sie?

Helfen können Schreibgruppen. Gemeinsam ist man stark. Aber ich stehe auch nicht gern in der Öffentlichkeit.

20. Welche AutorInnen und Bücher hätten es deiner Meinung nach verdient, mehr Beachtung zu bekommen?

„Nadelprobe“ von Lutz Schafstädt. Er schreibt sehr schön, leider viel zu selten. Es lohnt sich, seine Geschichten zu lesen. – Lutz unterstützt seit vielen Jahren mit seinem Buch-Sonar uns Autoren.

21. Welche Bücher liest du selbst gerne und welche kommen dir gar nicht erst ins Regal?

Ich lese querbeet. Gern humorvolle Sachen.

22. Wovon träumst du als Autor? Gibt es einen Wunsch, den du mit uns teilen würdest?

Ich möchte die Rowan Reihe in absehbarer Zeit fertigstellen und natürlich auch Leser dafür finden.

Zum Abschluss noch ein paar Fun-Fragen. Bitte wähle eines aus:

1. Spaghetti oder Kartoffeln?
Bratkartoffeln!

2. Kaffee oder Tee?
Schwarzer Tee (bloß keinen Earl Grey)

3. Fleisch oder Gemüse?
Am liebsten rohes Gemüse, aber auch Fleisch

4. Kekse oder Gummibärchen?
Kekse

5. Strand- oder Städteurlaub?
Am liebsten kombiniert

6. Lesen oder fernsehen?
Lieber lesen

7. „Game of Thrones“ oder „Rote Rosen“?
Muss ich das kennen?

8. Treppen laufen oder Fahrstuhl fahren?
Welche Etage?

9. SonnenanbeterIn oder Kind der Dunkelheit?
Ich vertrage nur wenig Sonne.

10. Klatschmagazin oder Nachrichten?
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Nadja Losbohm schreibt Fantasybücher, wer Lust hat, sie kennenzulernen, kann die Bücher von Nadja Losbohm bei Amazon anschauen und die Leseproben lesen.

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